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David Cameron bedauert staatliches Mittun bei Mordaktion an nordirischem Menschenrechtsanwalt vor 23 Jahren: Teile des britischen Militärs und die Geheimdienste der damaligen nordirischen Polizei eng mit den paramilitärischen Verbänden der Protestanten zusammengearbeitet hatten, die so gewissermassen im Auftrag und mit der Billigung des britischen Staates mordeten. Ein Polizeioffizier den Namen Finucanes als Mordopfer suggerierte, dass die Waffe von der britischen Armee zur Verfügung gestellt und wieder diskret entsorgt wurde und dass militärische und polizeiliche Zeugen schliesslich nach dem Attentat ihre Befrager systematisch belogen. Zwei der Mörder standen zum Zeitpunkt der Tat in britischem Sold, ein dritter wurde anschliessend rekrutiert. Die Familie Finucanes wies den neuen Bericht als Feigenblatt zurück und beharrte auf ihrem Wunsch nach einem öffentlichen Untersuchungstribunal. Sie wurde dabei von der Labour-Opposition unterstützt.

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Cameron bedauert staatliches Mittun bei Mordaktion

International Gestern, 19:14
Der britische Premierminister Cameron hat die Hinterbliebenen des ermordeten nordirischen Anwalts Finucane im Namen des Staates um Verzeihung gebeten. Das britische Militär hatte 1989 mit den Mördern Finucanes zusammengearbeitet.

ali. Dublin ⋅ Der britische Premierminister David Cameron hat am Mittwoch erneut die Hinterbliebenen des ermordeten nordirischen Anwalts Patrick Finucane um Verzeihung gebeten. Cameron akzeptierte einen Untersuchungsbericht, der Organen des britischen Staates eine schwere Mitverantwortung für den Tod des Anwalts vor 23 Jahren aufgebürdet hatte.

Finucane war 1989 von einem Kommando des protestantischen Untergrundverbandes Ulster Defence Association vor Familienangehörigen ermordet worden. Umfangreiche Untersuchungen des damaligen Londoner Polizeichefs John Stevens ergaben schon vor Jahren, dass Teile des britischen Militärs und die Geheimdienste der damaligen nordirischen Polizei eng mit den paramilitärischen Verbänden der Protestanten zusammengearbeitet hatten, die so gewissermassen im Auftrag und mit der Billigung des britischen Staates mordeten.

Der Anwalt Sir Desmond da Silva hatte für seinen Bericht Zugang zu neuen Geheimakten, die am Mittwoch auszugsweise publiziert wurden. Daraus geht hervor, dass ein Polizeioffizier den Namen Finucanes als Mordopfer suggerierte, dass die Waffe von der britischen Armee zur Verfügung gestellt und wieder diskret entsorgt wurde und dass militärische und polizeiliche Zeugen schliesslich nach dem Attentat ihre Befrager systematisch belogen. Zwei der Mörder standen zum Zeitpunkt der Tat in britischem Sold, ein dritter wurde anschliessend rekrutiert. Da Silva kommt zum vernichtenden Schluss, es sei zu bezweifeln, dass Finucane ohne die Beteiligung des Staates ermordet worden wäre. Immerhin entlastet er die damaligen Politiker von jeglicher Mitwisserschaft; sie seien getäuscht worden.

Der damals 39-jährige Finucane hatte sich einen Namen als erfolgreicher Verteidiger von Mitgliedern der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) gemacht. Seine Brüder waren aktiv in der IRA. Von ihm selber ist nur seine Tätigkeit als Anwalt belegt. Die Familie Finucanes wies den neuen Bericht als Feigenblatt zurück und beharrte auf ihrem Wunsch nach einem öffentlichen Untersuchungstribunal. Sie wurde dabei von der Labour-Opposition unterstützt.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/cameron-bedauert-staatliches-mittun-bei-mordaktion-1.17887266

mehr:

http://en.wikipedia.org/wiki/Pat_Finucane_(solicitor)

 


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