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Endlich: Belgisches Gericht erlaubt Ermittlungen zum Tod Lumumbas – Ermordung des ersten Premiers Kongos im Jahr 1961 könnte als Kriegsverbrechen eingeordnet werden. Ein Sohn Lumumbas hatte im Juni 2010 vor einem belgischen Gericht eine Klage gegen ein Dutzend Belgier eingebracht, die seiner Ansicht nach mit dem Tod in Verbindung gestanden sein könnten. Acht davon leben noch. Filme zu den Hintergründen der Tötung des frei gewählten Premierminsters des Kongos nach der Unabhängigkeit!

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Belgisches Gericht erlaubt Ermittlungen zum Tod Lumumbas

12. Dezember 2012, 19:46
  • Patrice Lumumba im Jahr 1960.
    foto: ap

    Patrice Lumumba im Jahr 1960.

Ermordung des ersten Premiers Kongos im Jahr 1961 könnte als Kriegsverbrechen eingeordnet werden

Kinshasa/Brüssel – Die Ermordung des ersten Premierministers des Kongos, Patrice Lumumba, im Jänner 1961 hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel in Belgien. Ein Berufungsgericht in Brüssel entschied am Mittwoch, dass die Staatsanwaltschaft mit Ermittlungen beginnen darf. Die Ermordung des Regierungschefs vor 51 Jahren könne ein Kriegsverbrechen gewesen sein. Der Kongo war im Juni 1960 von Belgien unabhängig geworden.

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Ein Sohn Lumumbas hatte im Juni 2010 vor einem belgischen Gericht eine Klage gegen ein Dutzend Belgier eingebracht, die seiner Ansicht nach mit dem Tod in Verbindung gestanden sein könnten. Acht davon leben noch. Unklar war bisher die Frage, ob ein belgisches Gericht überhaupt zuständig sein könnte. Dies wurde jetzt bejaht.

Lumumba wurde von prowestlichen Kräften vorgeworfen, den Kongo zu einem engen Verbündeten der Sowjetunion machen zu wollen. Er wurde schon im September 1960 von Staatspräsident Joseph Kasavubu für abgesetzt erklärt. Nach früheren Feststellungen des belgischen Parlaments wurde Lumumba mit einem Flugzeug in die rohstoffreiche Südprovinz Katanga gebracht, wo er in der Nähe von Elisabethville (heute Lubumbashi) zunächst gefoltert und anschließend von katangischen Soldaten unter dem Befehl belgischer Offiziere erschossen wurde. (APA, 12.12.2012)

http://derstandard.at/1353209025017/Belgisches-Gericht-erlaubt-Ermittlungen-zum-Tod-Lumumbas

Die GeschichteLumumba und der afrikanische Traum

20.06.2010 02:00 Uhrvon 

Patrice Lumumba (rechts) mit Joseph Mobutu, der später den Kongo als Diktator regierte. Foto: p-a/KPA/TopFoto
Patrice Lumumba (rechts) mit Joseph Mobutu, der später den Kongo als Diktator regierte. – FOTO: P-A/KPA/TOPFOTO

Er führt den Kongo 1960 in die Unabhängigkeit – wenig später wird Patrice Lumumba ermordet. Bis heute ist er auf dem ganzen Kontinent ein Held

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Manche sagen, Patrice Lumumba habe sein Todesurteil spätestens am 30. Juni 1960 unterschrieben. Es ist ein Donnerstag und in der belgischen Kolonie Kongo herrscht bei Temperaturen um die 30 Grad „Volksfeststimmung“, wie der Tagesspiegel damals berichtet. Belgiens König Baudouin – 29 Jahre alt, schüchtern wirkend und in eine weiße Uniform gekleidet – ist eigens angereist. Unter „Le Roi!“-Rufen schreitet er in den „Palast der Nation“ in Léopoldville, dem heutigen Kinshasa. Das vierstöckige, gewaltige Gebäude am Ufer des Flusses Kongo wurde erst kürzlich errichtet. Es ist eine moderne Nachbildung von Schloss Laken in Brüssel, dem Stammsitz des belgischen Königshauses.

Ursprünglich war es als Residenz des von Belgien entsandten Generalgouverneurs gedacht. Nun soll hier das Parlament des neuen Kongo-Staates tagen – denn Baudouin entlässt die Kolonie an diesem Tag in die Unabhängigkeit.

In einem holzvertäfelten Saal tritt er vor ein Standmikrofon und verliest eine Rede, in der er die acht Jahrzehnte währende Kolonialherrschaft, die Millionen Kongolesen das Leben gekostet hat, in höchsten Tönen preist: Belgien habe seine besten Söhne in den Kongo geschickt, die Infrastruktur aufgebaut, die Landwirtschaft modernisiert. „Es ist nun an Ihnen“, sagt Baudouin in Richtung der Kongolesen, „zu beweisen, dass Sie unser Vertrauen verdient haben.“

Im Publikum sitzen internationale Journalisten und hohe Gäste aus dem In- und Ausland. Unter ihnen Patrice Lumumba. Er trägt einen schwarzen Anzug, eine Schärpe und eine Fliege. Der 34-Jährige, der noch vor kurzem Postbeamter war, hat mit seinem „Mouvement National Congolese“ (MNC) die ersten demokratischen Wahlen im Kongo gewonnen. Er ist jetzt Premier, doch dass er heute selbst ans Mikro tritt, ist nicht vorgesehen. Trotzdem hält er ein paar weiße Blätter in seinen Händen, korrigiert einen Text darauf. Nachdem sich Kongos Präsident Kasavubu bei Baudouin bedankt und demütig die „Weisheit“ Belgiens gelobt hat, geht Lumumba überraschend nach vorne. Was folgt, schockiert die Belgier zutiefst – und macht Lumumba zur Legende.

Seine brillante Rede, die aus Radios überall im Kongo schallt, ist eine bis dahin ungehörte Abrechnung mit den Kolonialherren. „Wir haben erleben müssen, dass man uns verhöhnte, beleidigte, schlug, tagaus, tagein, nur weil wir Neger waren“, sagt er auf Französisch. Die Belgier nennt er Freunde, aber betont auch, dass man ihnen nun auf Augenhöhe begegne. Seine Regierung, so Lumumba, werde dafür sorgen, dass „die Erde unseres Landes wirklich seinen Kindern zugutekommt“. Für die Belgier mit ihren nach wie vor starken Wirtschaftsinteressen im Kongo muss das wie eine Drohung klingen. Als Lumumba schließt, erhebt sich das Publikum, applaudiert stürmisch. König Baudouin kann nur mühevoll davon abgehalten werden, sofort abzureisen.

Sechs Monate und 17 Tage später wird Patrice Emery Lumumba tot sein, umgebracht von Landsleuten, unter Mithilfe Belgiens und der USA.

Auch wenn seine Geschichte in Deutschland heute fast vergessen ist – in Afrika lebt sie fort. Lumumba, von US-Schwarzenführer Malcolm X gepriesen als „größter schwarzer Mann, der sich je auf afrikanischem Boden bewegte“, ist dort überall ein Idol. Sein Bild hängt in Kinderzimmern im Senegal und in Cafés in Burkina Faso; in Tunesien, Marokko, dem Kongo sind Straßen nach ihm benannt. „Tot, hat Lumumba aufgehört, Person zu sein, um Afrika zu werden“, schrieb Jean-Paul Sartre. Lumumba steht stellvertretend für all die enttäuschten Hoffnungen, die sich mit der Entkolonisierung Afrikas verbinden. Vor 50 Jahren fand diese ihren Höhepunkt, als neben dem Kongo 16 weitere Staaten unabhängig wurden. Wirkliche Eigenständigkeit aber erreichten sie damit nicht, blieben Spielball fremder Mächte.

Afrika ist der letzte Kontinent, in dem die europäischen Mächte ihre Kolonien aufgeben. Er war auch der letzte gewesen, den sie kolonisiert hatten. Zwar verschifften Portugal oder Spanien schon im 16. Jahrhundert afrikanische Sklaven in ihre Kolonien in Übersee, bis auf Stützpunkte an der Küste nahmen sie aber kaum afrikanisches Land in Besitz. Wohl auch, weil ihnen der vermeintlich dunkle Kontinent nicht sehr einladend erschien, wie der Historiker Wolfgang Reinhard in seiner „Kleinen Geschichte des Kolonialismus“ schreibt. Erst im 19. Jahrhundert entspinnt sich ein Wettlauf um Afrika – zunächst unter Entdeckern, die die letzten weißen Flecke auf der Weltkarte tilgen möchten, dann unter den großen Nationen Europas. Sie wollen an Rohstoffe gelangen, Absatzmärkte erschließen, und vor allem erhoffen sie sich von den Kolonien einen Prestigegewinn. Die Franzosen erobern immer mehr Gebiete in West-, die Briten in Ostafrika. Nach der Berliner Konferenz, zu der Reichskanzler Bismarck 1884/85 lädt, wird der Kontinent fast vollständig unter den Kolonialmächten aufgeteilt.

Die Konferenz verbrieft auch den Anspruch des belgischen Königs auf das sehr ressourcenreiche Gebiet des Kongo. Es ist 77-mal so groß wie Belgien und wird Privatbesitz von Léopold II. Der König behauptet, die einheimische Bevölkerung vor arabischen Sklavenhändlern retten zu wollen – eine typische Rechtfertigung europäischer Herrschaft, die angeblich auch dazu dient, „den Neger“ zu „zivilisieren“. Tatsächlich presst Léopold das Land aus und erwirtschaftet dabei viel Profit. Jeder Einheimische hat bestimmte Mengen von Elfenbein und Kautschuk abzuliefern. Wer sein Soll nicht erfüllt, dem werden die Hände abgeschlagen. Jede Form von Widerstand bekämpft die Kolonialarmee, die Force Publique, mit großer Brutalität. Durch Gewalt, Zwangsarbeit und Hunger fällt die Bevölkerungszahl des Kongo von 1891 bis 1911 von über 20 auf 8,5 Millionen. Joseph Conrad hat den furchtbaren Zuständen in seinem Roman „Herz der Finsternis“ ein literarisches Denkmal gesetzt.

Die „Kongogräuel“ erregen so viel Empörung, dass Léopold seine Kolonie 1908 an den belgischen Staat abtreten muss. Als Patrice Lumumba am 2. Juli 1925 in der südlichen Diamanten-Provinz Kasai geboren wird, haben die schlimmsten Auswüchse der Fremdherrschaft längst ein Ende gefunden. Daran, dass der Kongo eine Goldgrube für die Belgier ist, hat sich indes nichts verändert. Das wichtigste Exportgut der Kolonie ist nun Kupfer – gefördert in der mit Abstand rohstoffreichsten Provinz Katanga durch die Bergbaugesellschaft „Union Minière“. Sie befindet sich – natürlich – in belgischem Besitz.

Lumumba, Sohn eines Bauern, besucht als Kind einige Jahre Missionsschulen. Staatliche Schulen existieren damals nicht, wie es für die einheimische Bevölkerung überhaupt an Bildungseinrichtungen mangelt. 1960 gibt es im Kongo weniger als 30 schwarze Akademiker – bei einer Bevölkerung von über 14 Millionen. Die Belgier sind an Kongolesen, die zu viel wissen, nicht interessiert. Alle wichtigen Funktionen haben Weiße inne.

Schon früh ist Lumumba selbstbewusst, ja stur, und ein begeisterter Leser, schreibt sein Biograf Leo Zeilig in „Patrice Lumumba – Africa’s Lost Leader“. Vermutlich mit 17 Jahren verlässt er seine Heimatprovinz, geht schließlich nach Léopoldville, das damals eine beeindruckend moderne Großstadt ist, mit Hochhäusern, klimatisierten Restaurants und Oberleitungsbussen. Während Lumumba bei der Post und später bei einer Brauerei arbeitet, bildet er sich systematisch weiter. Er liest viel, belegt Abendkurse in Französisch. Bald beginnt er für Zeitungen zu schreiben.

Lumumba gehört damit zu den Évolués – so wird jene kleine Kaste „entwickelter“ Kongolesen genannt, die über Bildung verfügen, europäisch geprägt sind. Die Évolués werden zur treibenden Kraft der Unabhängigkeitsbewegung. Einerseits sind sie privilegiert, andererseits stoßen sie an Grenzen, denn die Belgier akzeptieren sie nicht als Gleichrangige.

Überall in Afrika kommen Männer, die im Westen ausgebildet wurden, voller Unabhängigkeitswillen zurück in ihre Heimat. Auch die Beteiligung am Zweiten Weltkrieg habe damals das Selbstbewusstsein der Afrikaner erhöht, schreibt Historiker Wolfgang Reinhard. Allein 15 000 Kongolesen dienten an der Seite weißer Soldaten – und waren danach doch wieder Menschen zweiter Klasse.

Zunächst waren die Kolonialmächte fest entschlossen, ihre afrikanischen Besitzungen zu wahren, ja sogar auszubauen, als Ersatz für die bereits verlorenen in Asien. Der Kongo boomt nach dem Weltkrieg. Doch die Rufe nach Unabhängigkeit werden immer lauter, die Kongolesen gründen Verbände und Parteien, zum Beispiel die MNC, deren Führer der charismatische Lumumba wird.

Als Vorbild gilt vielen Ghana, das 1957 als erstes schwarzafrikanisches Land seine Unabhängigkeit erlangt. Präsident ist Kwame Nkrumah, der in den USA studiert hat und von Afrika als Weltmacht träumt. 1958 lädt er zur panafrikanischen Konferenz, an der auch Lumumba teilnimmt. Dessen Ansichten ändern sich gerade. Hatte er in seinen frühen Schriften das Kolonialsystem verteidigt, so wird er nun dessen schärfster Kritiker.

Als es 1959 im Kongo zu Aufständen kommt, verhaftet man Lumumba, die Belgier sehen in ihm einen Aufrührer. Im Gefängnis schlagen ihn die weißen Wärter, beschimpfen ihn als „Affen“. Draußen spitzt sich die Lage zu. Der belgischen Regierung wird bewusst, dass sie die Kolonie nicht halten kann.

Im Januar 1960 wird Lumumba entlassen und nach Brüssel geflogen, um mit anderen kongolesischen Politikern den Aufbau des neuen Landes zu beraten. Er setzt sich mit seiner Vorstellung von einem starken Einheitsstaat durch. Im Mai gewinnt er die Wahlen, wenn auch nicht mit großer Mehrheit. Sein Nationalismus ist den Belgiern von Beginn an verhasst.

Die Demokratische Republik Kongo hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die meisten jungen Staaten Afrikas. Die Volkswirtschaften sind abhängig von den ehemaligen Mutterländern, ein großer Teil der Elite ist weiß und die Landesgrenzen wurden von den Kolonialherren ohne Rücksicht auf traditionelle Stammeszugehörigkeiten gezogen. Im Kongo zerplatzen die Träume von einer großen Zukunft schon nach wenigen Tagen.

Schwarze Soldaten hatten auf eine Beförderung gehofft – stattdessen geben weiter weiße, rassistische Offiziere die Befehle. Teile der Armee meutern, greifen weiße Zivilisten an. Am 11. Juli löst sich das reiche Katanga vom Rest des Landes. Ein Verfassungsbruch. An der Spitze Katangas steht der Kongolese Moise Tschombé, doch die Hintermänner sind Belgier. Brüssel betreibt systematisch die Destabilisierung des Kongo, erkennt die Abspaltung an. Die „Union Minière“ überweist ihre Steuern an die Provinzregierung, nicht an Léopoldville. Das Kalkül: Der käufliche Tschombé (Spitzname: „Herr Ladenkasse“) dient eher Belgiens Interessen.

Lumumba ruft die UN zu Hilfe. Zwar kommen Blauhelmtruppen, aber sie greifen nicht in Katanga ein. Auch der Versuch des Premiers, mit einer Reise nach Washington die Unterstützung der USA zu gewinnen, scheitert. Schließlich wendet er sich an die Sowjetunion. Wird der Kongo mit seinen Kobalt-, Diamanten- und Uranvorkommen nun kommunistisch? Die USA wollen das um jeden Preis verhindern: General Joseph Mobutu, einst Weggefährte Lumumbas, soll die Aufgabe für sie übernehmen. Auch ein Teil der kongolesischen Regierung wendet sich jetzt gegen Lumumba, dem das Parlament nochmals das Vertrauen ausgesprochen hat. Am 14. September putscht Mobutu. Lumumba wird unter Hausarrest gestellt, seine Flucht im Auto scheitert nach ein paar Tagen.

Der belgische Autor Ludo De Witte hat in seinem aufsehenerregenden Buch „Regierungsauftrag Mord“ nachgezeichnet, wie Lumumbas Leben endet: Am 17. Januar 1961 werden er und zwei Gefährten nach Katanga geflogen und nacheinander erschossen. Lumumba ist der Letzte. Gegen 23 Uhr muss er sich in einem abgelegenen, bewaldeten Teil der Savanne barfuß, in Hose und Unterhemd vor einen Baum stellen. Er wurde gefoltert, sein Gesicht ist blutverschmiert. Vor ihm ist eine Grube ausgehoben. Es ist kalt, Grillen zirpen. Im Licht der Autoscheinwerfer zielen mehrere Männer auf ihn.

Am 30. Juni wird der Spielfilm „Lumumba“ von Raoul Peck um 20 Uhr im Willy-Brandt-Haus in Berlin gezeigt.

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/die-geschichte-lumumba-und-der-afrikanische-traum/1862736.html

Datei:LumumbaLeipzig.JPG

http://de.wikipedia.org/wiki/Patrice_Lumumba

26. Kongotag: Der Fall Patrice Lumumba

31. Mai 20111 Kommentar

19.06.2011, Berlin

Die DAFRIG beteiligte sich gemeinsam mit dem Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) am 26.Kongotag des Vereins “Dialog International”, der in diesem Jahr dem 50. Jahrestag der Ermordung des ersten Ministerpräsidenten der DR Kongo, Patrice Emery Lumumba, gewidmet war.

Er stand unter dem Motto „Der Fall Patrice Lumumba – ein Lehrstück, wie man einem Land die Zukunft stiehlt.“

mit Ludo De Witte, Dr. Elisabeth Quart, Dr. Maria Németh und Muepu Muamba

Weitere Fotos finden Sie hier »

Die Botschafterin der DR Kongo, I.E. Madame Clementine Shakembo Kamanga, würdigte
in ihrem Grußwort die Bedeutung Lumumbas für ihr Land und bedankte sich für die Ehrung dieser herausragenden Persönlichkeit Afrikas durch die deutsche Zivilgesellschaft.
Ein Kurzfilm über die Einweihung des Lumumba-Denkmals in Leipzig am 15.1. 2011 wurde durch einen kurzen Bericht über dieses Ereignis von Dr. Elisabeth Quart ergänzt.
Höhepunkt der Veranstaltung war zweifelsohne der Vortrag des belgischen Soziologen Ludo de Witte, der in jahrelangen Forschungen das Mordkomplott gegen Lumumba aufdeckte und das Buch “Regierungsauftrag Mord – Der Tod Lumumbas und die Kongokrise” veröffentlichte. Ludo de Witte erreichte die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission durch die belgische Regierung und setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Mörder Lumumbas und ihre Auftraggeber zur Verantwortung gezogen werden.
Nach einführenden Bemerkungen von Muepu Muamba von Dialog International zu Problemen der Demokratie gab es eine Diskussion zu aktuellen Problemen der DR Kongo.

http://dafrig.de/archives/79


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