Startseite » Marsch der Freunde für eine Wirtschaft und Wirtschaftspolitik, deren Ziel die Verwirklichung der sozialen Menschenrechte ist » „Bopha“ hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, ganze Ortschaften wurden dem Erdboden gleich gemacht. Offiziell wurden 477 Todesopfer gemeldet, allerdings gelten noch etwa 380 Menschen als vermisst. Mehr als 250.000 Menschen verloren ihre Unterkunft, sie wurden notdürftig in Schulen und Turnhallen versorgt. Wissenschaftler sind weitgehend einhellig der Überzeugung, dass die Erderwärmung die Wahrscheinlichkeit häufigerer und besonders heftiger Stürme und anderer Unwetter deutlich erhöht. Die internationale Klimapolitik und insbesondere das Kyoto-Protokoll hatten kaum Auswirkungen auf die Entwicklung des Klimas.Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist kontinuierlich angestiegen. Das Ziel, die globale Durchschnittstemperatur nicht über 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigen zu lassen, ist nur mehr schwer zu erreichen – wenn überhaupt. Die Weltbank, die nicht als Hort überbesorgter Klimaschützer bekannt ist, hat soeben vor den Folgen einer Erwärmung der Erde um 4 Grad gewarnt: Hitzewellen, Anstieg des Meeresspiegels, Missernten. Die Konsequenzen werden vor allem die Armen zu tragen haben.

„Bopha“ hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, ganze Ortschaften wurden dem Erdboden gleich gemacht. Offiziell wurden 477 Todesopfer gemeldet, allerdings gelten noch etwa 380 Menschen als vermisst. Mehr als 250.000 Menschen verloren ihre Unterkunft, sie wurden notdürftig in Schulen und Turnhallen versorgt. Wissenschaftler sind weitgehend einhellig der Überzeugung, dass die Erderwärmung die Wahrscheinlichkeit häufigerer und besonders heftiger Stürme und anderer Unwetter deutlich erhöht. Die internationale Klimapolitik und insbesondere das Kyoto-Protokoll hatten kaum Auswirkungen auf die Entwicklung des Klimas.Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist kontinuierlich angestiegen. Das Ziel, die globale Durchschnittstemperatur nicht über 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigen zu lassen, ist nur mehr schwer zu erreichen – wenn überhaupt. Die Weltbank, die nicht als Hort überbesorgter Klimaschützer bekannt ist, hat soeben vor den Folgen einer Erwärmung der Erde um 4 Grad gewarnt: Hitzewellen, Anstieg des Meeresspiegels, Missernten. Die Konsequenzen werden vor allem die Armen zu tragen haben.

Neueste Beiträge

Archive

Kategorien

Philippinen dringen nach Taifun auf mehr Klimaschutz

(AFP) –

Doha — Die Philippinen drängen nach dem verheerenden Taifun „Bopha“ die internationale Gemeinschaft, beim Klimaschutz nicht länger zu zögern, sondern entschlossen voranzugehen. Der philippinische Chefdelegierte Naderev Sano machte am Donnerstag auf der UN-Klimakonferenz in Doha die Erderwärmung für das Ausmaß der Katastrophe mit nach jüngsten Angaben mehr als 450 Toten verantwortlich. „Mit jeder Stunde, während wir hier noch schwanken und vertagen, steigt die Zahl der Toten“, rief Sano zu dringendem Handeln auf.

„Ich appelliere an die ganze Welt, an die Führer der ganzen Welt, die Augen zu öffnen für die Wirklichkeit, mit der wir konfrontiert sind“, rief Sano den Delegierten in Doha unter großem Beifall zu. Auf einer Pressekonferenz forderte er, die Ergebnisse der Klimaverhandlungen endlich „an den Bedürfnissen von sieben Milliarden Menschen auszurichten“. Zudem forderte er mehr finanzielle Unterstützung der Industriestaaten für Klimaschutz und die Bewältigung von Klimafolgen.

Nach Einschätzung von Klimaexperten lassen sich Unwetterkatastrophen wie ein Taifun nicht direkt auf den Klimawandel zurückführen. Allerdings sind die Wissenschaftler weitgehend einhellig der Überzeugung, dass die Erderwärmung die Wahrscheinlichkeit häufigerer und besonders heftiger Stürme und anderer Unwetter deutlich erhöht.

Sano sagte, seit vielen Jahrzehnten habe es auf den Philippinen keinen so heftigen Taifun gegeben.Durch den Taifun „Bopha“ sind neuen Angaben zufolge auf den Philippinen mehr als 450 Menschen gestorben. Zudem sei etwa eine Viertelmillion Menschen obdachlos geworden, teilten die Behörden des Landes mit. „Bopha“ war am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde über den Süden des südostasiatischen Landes gefegt.

An der Ostküste der Insel Mindanao seien 258 Leichen gefunden worden, weitere 191 Tote habe es rund um die Städte New Bataan und Monkayo gegeben, sagte der Leiter der Rettungseinsätze, Ariel Bernardo. Weitere Leichen wurden nach Angaben des Zivilschutzes in anderen Teilen von Mindanao sowie auf den zentralen Inseln der Philippinen gefunden.

„Bopha“ hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, ganze Ortschaften wurden dem Erdboden gleich gemacht. Offiziell wurden 477 Todesopfer gemeldet, allerdings gelten noch etwa 380 Menschen als vermisst. Mehr als 250.000 Menschen verloren ihre Unterkunft, sie wurden notdürftig in Schulen und Turnhallen versorgt.

Auch die Landwirtschaft wurde von „Bopha“ hart getroffen, der Sturm zerstörte ein Viertel der Bananenplantagen auf den Philippinen. Von den insgesamt 42.000 Hektar, auf denen die Frucht angebaut wird, seien 10.000 verwüstet, teilte der Verband der Bananenanbauer und -exporteure mit. Die Schäden beliefen sich auf umgerechnet 242 Millionen Euro. Zu den Sturmschäden kamen Befürchtungen, der Taifun könnte die Verbreitung der Panama-Krankheit befördert haben – sie verhindert, dass ein Bananenbaum Früchte trägt, und lässt ihn absterben.

Die Philippinen sind der drittgrößte Bananenexporteur der Welt. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde wurden im vergangenen Jahr Früchte im Wert von rund 360 Millionen Euro ausgeführt.

http://www.nachrichten.de/panorama/Philippinen-dringen-nach-Taifun-auf-mehr-Klimaschutz-aid_CNG.bcda4e0c3165820f98a2900ae4b48a83.1b1.html

Preis für Kohlendioxid

Bittere Bilanz im Klimaschutz

Kommentare Dossier: Der Klimawandel und die Folgen Heute, 06:00
Markus Hofmann

Hoffnung, Verzweiflung oder Zynismus: Von diesen Gemütszuständen scheinen die Beobachter der laufenden Uno-Klimakonferenz in Dauha ergriffen zu sein. Manche hoffen, dass sich die Staatengemeinschaft doch noch dazu aufrafft, Nägel mit Köpfen zu machen, und die Arbeit an einem neuen Klimaabkommen ernsthaft anpackt. Andere sind verzweifelt, wenn sie den Politikern zuhören, die viel versprechen, aber nichts tun. Und die Dritten meinen zynisch, dass die Klimaverhandlungen an die Wand gefahren werden müssten: Die Menschheit werde erst dann zum Handeln bereit sein, wenn die Folgen der Klimaerwärmung für alle offensichtlich geworden seien. Dann helfe ohnehin nur noch die Anpassung ans Unvermeidliche.

Die bisherige Politik ist gescheitert

Grund zur Hoffnung gibt es in der Tat wenig. Die bisherigen Bestrebungen haben nicht dazu geführt, dass die Treibhausgasemissionen gesunken sind. Seit 1992 besteht eine Klimarahmenkonvention, die die Staaten dazu auffordert, gegen die möglichen Gefahren des Klimawandels vorzugehen. Fünf Jahre später wurde das Kyoto-Protokoll verabschiedet, das einen Teil der Industrieländer zu Emissionsreduktionen verpflichtet. Und was ist geschehen? Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist kontinuierlich angestiegen. Das Ziel, die globale Durchschnittstemperatur nicht über 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit steigen zu lassen, ist nur mehr schwer zu erreichen – wenn überhaupt. Die Weltbank, die nicht als Hort überbesorgter Klimaschützer bekannt ist, hat soeben vor den Folgen einer Erwärmung der Erde um 4 Grad gewarnt: Hitzewellen, Anstieg des Meeresspiegels, Missernten. Die Konsequenzen werden vor allem die Armen zu tragen haben.

Man muss es klar sagen: Die internationale Klimapolitik und insbesondere das Kyoto-Protokoll hatten kaum Auswirkungen auf die Entwicklung des Klimas. Die Ursachen dafür sind schnell aufgezählt: Die Reduktionsziele waren zu tief, die Umsetzung der Vorgaben war viel zu bürokratisch, und es gab zu viele Schlupflöcher für diejenigen, die sich um den Klimaschutz foutieren.

Also haben die Verzweifelten und Zyniker recht? Nicht unbedingt. Denn das Erkennen von in der Vergangenheit begangenen Fehlern ist Bedingung, um sie in der Zukunft zu vermeiden. Die zwanzigjährigen Erfahrungen in der Klimapolitik sind bei allem Misserfolg wertvoll. Man kann nun besser abschätzen, was funktioniert und was nicht. Man weiss jetzt, dass es keinen Sinn ergibt, wenn nur einige Industrieländer zu Emissionsreduktionen verpflichtet werden. Es müssen alle in ein verbindliches Klimaabkommen eingebunden werden.

Eine der wichtigsten Lehren aber lautet: Kohlendioxid benötigt einen Preis – und zwar so schnell wie möglich. Denn eines hat sich in den vergangenen Jahren einmal mehr gezeigt: Energieintensive Industrien suchen sich ihre Produktionsstandorte dort, wo Energie eben billig ist, zum Beispiel in China oder Indien. Was die Höhe des CO2-Ausstosses betrifft, belegen diese beiden Länder mittlerweile den ersten beziehungsweise dritten Rang (dazwischen liegen die USA). Solange Kohlendioxid umsonst in die Luft geblasen werden kann, wird die Renaissance der äusserst klimaschädlichen Kohle anhalten. Wird der Ausstoss von Treibhausgasemissionen aber mit einem Preis versehen, stösst dies Investitionen in emissionsarme Technologien an.

Langer und schmerzhafter Prozess

Grund zur Zuversicht, dass Kohlendioxid ein Preisetikett angehängt erhält, gibt es durchaus. Zwar steckt das europäische Emissionshandelssystem, das grösste seiner Art weltweit, in einer tiefen Krise. Doch auch in diesem Fall kann aus Fehlern gelernt werden. Zurzeit werden rund um die Welt CO2-Handels-Systeme ins Leben gerufen: in Südkorea, in einigen chinesischen Provinzen, in Kalifornien, in Tokio, in Australien. Im kommenden Jahr werden 10 Prozent der globalen Emissionen mit einem CO2-Preis versehen sein, 2015 könnten es bereits 15 Prozent sein. Diese Anstrengungen «von unten» müssen mit solchen «von oben» flankiert werden: Um die Vorgabe einer Richtung durch nationale Klimaziele und internationale Verhandlungen kommt man nicht herum.

Doch der Wechsel zu einer Wirtschaft, die nicht grösstenteils auf fossiler Energie basiert wie heute, geschieht nicht über Nacht. Dies ist ein langer, schwieriger, teurer und schmerzhafter Prozess, bei dem auch Lebensstile, die auf zu hohem und nichtnachhaltigem Konsum beruhen, hinterfragt werden müssen. Wenn Politiker nur von Gewinnern einer postfossilen Gesellschaft schwatzen, streuen sie den Wählern Sand in die Augen. Die Klimapolitik bietet viele Chancen. Doch es wird auch Verlierer geben. Wer dies verschweigt, ist unehrlich. Er trägt dazu bei, dass das Vertrauen in eine sinnvolle Klimapolitik schwindet. Statt der Hoffnungsvollen werden sich die Verzweifelten und die Zyniker bestätigt sehen.

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/bittere-bilanz-im-klimaschutz-1.17872461


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: