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Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Israel mit überwältigender Mehrheit dazu aufgefordert, sein Atomprogramm offenzulegen. Zudem soll das Land den Inspektoren der Vereinten Nationen Zugang gewähren. Israel solle «ohne weitere Verzögerung» dem Atomwaffensperrvertrag beitreten! Mal sehen, ob die deutschen Medien darüber berichten!

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Israel: Uno fordert Offenlegung des Atomprogramms

(dapd) Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Israel mit überwältigender Mehrheit dazu aufgefordert, sein Atomprogramm offenzulegen. Zudem soll das Land den Inspektoren der Vereinten Nationen Zugang gewähren. Israel solle «ohne weitere Verzögerung» dem Atomwaffensperrvertrag beitreten, hiess es in einer Resolution, die am Montag mit 174 gegen 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen angenommen wurde. Gleichzeitig wurde Israel aufgerufen, eine Atomkonferenz zu unterstützen, bei der es um einen atomwaffenfreien Nahen Osten gehen sollte. An der Konferenz Mitte Dezember in Finnland wollten alle arabischen Staaten und der Iran teilnehmen.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/die-uno-fordert-die-offenlegung-des-israelischen-atomprogramms-1.17868132

Nahost-KonfliktIsrael bestückt U-Boote aus Deutschland mit Atomraketen

Hilft Deutschland Israel beim Ausbau der Atomwaffenstreitkräfte? Einem Medienbericht zufolge stattet Israel hierzulande gebaute und größtenteils von Berlin finanzierte U-Boote mit Atomsprengköpfen aus – offenbar mit Wissen der deutschen Regierung.

Israel, Deutschland, Atommacht, U-Boote, atomare Sprengköpfe, NahostkonfliktDie „Tekuma“ im Mittelmeer in der Nähe von Haifa© Baz Ratner/Reuters

Drei U-Boote hat Israel bereits erhalten, drei weitere sollen bis zum Jahr 2017 folgen. Solche wie die „Tekuma“, ein 57 Meter langes und sieben Meter breites Schlachtschiff. Hergestellt wurde der Stolz der israelischen Marine in Deutschland. Dass Berlin U-Boote an Israel liefert, ist bekannt. Doch was diese technisch können, darüber wird geschwiegen.

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Doch nun wird bekannt: Offenbar können die in Deutschland produzierten und zu großen Teilen von der Bundesregierung finanzierten schwimmenden Schlachtschiffe mit Atomwaffen ausgerüstet werden – und genau das macht die israelische Regierung einem Medienbericht zufolge auch. Die Schiffe würden mit nuklear bestückten Marschflugkörpern bestückt, die mittels eines bislang geheimen hydraulischen Ausstoßsystems abgeschossen werden könnten, berichtete der „Spiegel“. „Die Deutschen können stolz darauf sein, die Existenz des Staates Israel für viele Jahre gesichert zu haben“, sagte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak dem Magazin.

Bundesregierung war informiert

Bislang behaupte die Bundesregierung, nichts von einer atomaren Bewaffnung der U-Boote zu wissen, heißt es in dem Bericht. Ehemalige hochrangige Beamte aus dem Bundesverteidigungsministerium wie der frühere Staatssekretär Lothar Rühl oder der einstige Chef des Planungsstabs, Hans Rühle, sagten laut „Spiegel“ jedoch, sie seien schon immer davon ausgegangen, dass Israel auf den Schiffen Atomwaffen stationieren werde. Aus Akten des Auswärtigen Amts gehe zudem hervor, dass die Bundesregierung seit dem Jahr 1961 über die Praxis informiert sei.

Nach „Spiegel“-Angaben werden die fraglichen Schiffe von einer Werft in Kiel gebaut. Neben den drei bereits erhaltenen und den drei noch im Bau befindlichen erwäge Israel, noch einmal drei Schiffe zu bestellen. Den Vertrag über die Lieferung des sechsten Boots unterschrieb die Bundesregierung dem Bericht zufolge erst kürzlich.

Für dieses sechste Boot übernehme die Bundesregierung mit 135 Millionen Euro ein Drittel der Kosten und stunde zudem den israelischen Anteil bis zum Jahr 2015, schrieb der „Spiegel“. Als Gegenleistung erhoffe sich Deutschland unter anderem eine Wende in der israelischen Siedlungspolitik. Aus der israelischen Regierung gibt es für einen solchen Schritt bislang jedoch keine Anzeichen.

http://www.stern.de/politik/deutschland/nahost-konflikt-israel-bestueckt-u-boote-aus-deutschland-mit-atomraketen-1835837.html

30.09.2011
Mordechai Vanunu  kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis (Bild: AP)Mordechai Vanunu kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis (Bild: AP)

Held der Atomwaffengegner

Vor 25 Jahren entführte der Mossad den israelischen Nukleartechniker Vanunu

Von Frank Kempe

Neun Jahre arbeitete Mordechai Vanunu in Israels geheimer Atomforschungsanlage. Als er die Welt über die atomare Aufrüstung in seinem Land unterrichtet, zieht der Mossad ihn aus dem Verkehr.

London, Leicester Square – ein hagerer Mann mit kurzem schwarzen Haar schlendert ziellos durch die Fußgängerzone: Mordechai Vanunu, israelischer Staatsbürger, 31 Jahre alt. Vor einem Schaufenster lernt er „Cindy“ kennen – eine hübsche blonde Amerikanerin, Mitte 20. Was Vanunu nicht ahnt: „Cindy“ ist ein Lockvogel des israelischen Geheimdienstes Mossad und sie ist auf ihn angesetzt – den vermeintlichen „Staatsfeind Israels“. Der britische Journalist Gordon Thomas beschreibt in seinem Buch „Die Mossad-Akte“, wie Geheimdienstchef Nachum Admoni die Agentin persönlich instruierte.

„Ihre Tarnung sei diesmal die einer amerikanischen Touristin, die nach einer schmerzlichen Scheidung quer durch Europa reise. (…) Der entscheidende Punkt ihrer Geschichte sei, dass sie eine in Rom lebende ‚Schwester‘ hätte. Ihr Auftrag sei es, Vanunu dorthin zu bringen.“

Aus der Sicht des Mossad ist Eile geboten. Denn Vanunu ist in London gerade dabei, das wichtigste militärische Staatsgeheimnis Israels zu lüften: die atomare Bewaffnung. Seit zwei Wochen gibt er Reportern der „Sunday Times“ detailliert Auskunft über das streng abgeschirmte Atomforschungszentrum „Dimona“ in der Wüste Negev – neun Jahre lang hat er in dem unterirdischen Geheimkomplex gearbeitet – bis zu seiner Entlassung 1985. Zuvor habe Vanunu noch heimlich fotografiert, was verborgen bleiben sollte, erzählt der israelische Politikwissenschaftler Yoel Cohen:

„Er machte 57 Fotos im Reaktor, wusste aber nicht so recht, was er damit anfangen sollte. Das war 1985. Dann im April 1986 Tschernobyl. Da wurde Vanunu bewusst, dass er über das sprechen musste, was er als ein mangelndes internationales Bewusstsein für Israels Atomprogramm betrachtete.“

Vanunu, ein Vorkämpfer für Frieden und Abrüstung. Für die israelische Regierung ist der Sohn marokkanischer Einwanderer ein Verräter, der die Sicherheit des Landes aufs Spiel setzt. Am 30. September 1986 schnappt die Mossad-Falle zu: Trotz Warnungen der Londoner Journalisten steigt Vanunu mit „Cindy“ in eine Maschine nach Rom. In der Wohnung der angeblichen Schwester warten zwei Männer: Sie überwältigen und betäuben Vanunu. Anschließend wird er in eine Kiste verfrachtet und mit einem Schiff nach Israel gebracht.

Fünf Tage später titelt die „Sunday Times“: „Enthüllt: Die Geheimnisse des nuklearen Arsenals Israels“. Was die Welt bisher nur vermutete, ist jetzt bestätigt: Israel besitzt Atomwaffen. Vanunu wird in einem Geheimprozess zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Er muss die Strafe voll absitzen, fast zwölf Jahre davon in Einzelhaft. Eine Härte, die völlig überzogen sei, meint der Politikwissenschaftler Cohen:

„Sie wollten Vanunu brechen, sie wollten ihn verstummen lassen. Sie hofften wahrscheinlich, dass die gewaltige psychologische Belastung dazu führen würde, dass er abstumpfen und viel über Dimona vergessen würde. (…)“

Die strengen Haftbedingungen machen Vanunu zu einer Symbolfigur für Zivilcourage und zu einem Helden der weltweiten Antiatombewegung. Er wird mit Auszeichnungen überhäuft, erhält unter anderem den Alternativen Nobelpreis. Am 21. April 2004 tritt Vanunu durch das Gefängnistor von Ashkelon in die Freiheit – die Finger zum Siegeszeichen gespreizt:

„Ich bin stolz und glücklich über das, was ich getan habe. Ich bin froh, dass ich damit Erfolg hatte. Ich habe keine weiteren Geheimnisse mehr. Das ist alles Unsinn. Meine Geschichte, mein Fall ist beendet, seit der Artikel veröffentlicht wurde, gibt es keine Geheimnisse mehr. Alle Geheimnisse sind in der Welt, die gesamte Welt – alle 180 Staaten der Welt kennen dieses Geheimnis.“

Aufgrund von Vanunus Enthüllungen gehen Experten heute davon aus, dass Israel mindestens 200 Atomsprengköpfe besitzt. Das dürfte abschreckende Wirkung haben auf verfeindete Staaten wie den Iran, der selbst an der Atombombe bauen soll.

Mordechai Vanunu lebt heute in Tel Aviv und engagiert sich weiterhin gegen Atomwaffen, allerdings sind seine Möglichkeiten begrenzt: Er darf keine Interviews geben, keinen Kontakt zu Ausländern haben und er darf Israel nicht verlassen. Im Mai hat der 56-Jährige deshalb die israelische Regierung um seine Ausbürgerung gebeten. Eine Antwort hat er nicht bekommen.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1561929/

http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu


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